*theismus. Oder so ≡

Schleiermacher

Die Anzahl der Menschen, für die Religion keine oder nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, ist ständig gestiegen. So jedenfalls habe ich das schon recht häufig gelesen. Die Frage ist immer, von was für einer Definition von “Religion” wir ausgehen? Soweit ich weiss, gibt es keine allgemein anerkannte Definition.

Wie auch immer, Religion, wie der Begriff von Atheisten häufig genutzt wird, spielt für mich auch eine sehr untergeordnete Rolle.

Wenn ich den Teil mit „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften“ betrachte, dann erscheint mir schon nachvollziehbar, dass bestimmte Eigenarten der Menschen als “Religion” bezeichnet werden. Konsumismus, Technologiegläubigkeit, solche Dinge. Was natürlich, nicht nur von IPhone Besitzern, meist heftig bestritten wird. Also, dass dies nur auch im entferntesten Sinne etwas mit Religion zu tun habe.

“Man” kann etwas lernen wenn man unvoreingenommen an bestimmte Dinge herangeht. So die Theorie. Und weil ich oft versuche (sic!) unvoreingenommen zu sein finde ich auch ab und zu Artikel die mich zum Nachdenken anregen. Mitunter sogar zu Themen, die für mich eine “untergeordnete Rolle” spielen …

«Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern». Dabei handelt es sich um fünf fulminante Reden an gebildete Religionsverächter. Angesprochen sind «Gebildete» mit ihren wasserdichten Weltanschauungen, welche Religion als veraltete und verächtliche Sache ansehen, als etwas, das durch moderne Wissenschaft und Ethik längst überwunden sei. Schleiermacher zeigt rhetorisch sehr geschickt, geistvoll und nicht ohne herrliche Frechheiten, dass Religion nicht identisch ist mit dogmatisch verkrustetem Glauben.

Gefunden hier.

Das obige Zitat ist aus einem Büchlein von 1799. Möglicherweise war es schon damals “modern”, etwas gegen Religion zu haben? Ach ja, dazu, zum Buch von Schleirmacher, weil den ja kaum einer kennt, habe ich noch den Link gefunden.


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